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Das gibt es wirklich! Das ist Sinn der Sache!

Breite Streuung für wenig Geld. Dienste wie Trigami* bieten es ja an, für das Bloggen honoriert zu werden. Allerdings muss man sich immer wieder vor Augen führen, dass Trigami keine Goldgrube für Blogger ist. Das sollte jedem bewusst sein.

Es geht auch nicht um das viel zitierte Feilschen, sondern um Überzeugungskraft und Geschick. Werbung tickt manchmal sehr fies und wenn man da ein wenig Durchblick hat, kann man ab und an was bei raus holen. Aber als Blogger ist man immer der Verlierer, das steht fest!

Viele sagen, mit PageRank und Traffic hat man schon gewonnen!

Andersherum, wenn Peer mit seinem Selbständig im Netz Blog, dass definitiv mehr Reichweite, PageRank und Zuspruch als MOMWORX hat, im Schnitt 100 € bekommt, warum bekomme ich mit MOMWORX auch 100 €?

Das ist die Frage? Also muss ich irgendwas richtig machen. ;)

Ich behaupte: Jeder kann das! Wenn man sich ein wenig Mühe gibt, nicht primär davon ausgeht, dass Trigami einen das Leben versüßt, sondern mit Fleiß und Eigeninitiative und einer gewissen Portion Egoismus (im Sinne von Selbstvertrauen). Einen eigenen Stil und ein ansprechendes Äußeres (Blog) hat. Weiterhin sollte dem Kunden definitiv nicht vermittelt werden, dass man nur wegen der Kohle jeden Sch…ß schreibt.

Es gibt nicht viele Blogger, die für 100 € und mehr für Trigami bloggen. Aber es gibt einige. Das ist im Werbeetat mit eingeplant. Der Rest ist die Masse, an sagen wir mal “Kleinbloggern”, die es für 10 € oder vielleicht 50 € machen.

Aber genau davon lebt die Sache letztendlich. Ein paar große für die Reputation und viele kleine für die Streuung.

Was mir über die Jahre aufgefallen ist: Es hat wohl auch etwas mit Vertrauen und Reputation zu tun.

Ich selbst mache auch so was in der Art für Kunden und schaue mir folgende Dinge an: Was und wie haben die Blogger bisher über die Konkurrenz gebloggt? Wie ist der Text, die allgemeine Aufmachung etc. Daraus bilde ich mir mein Urteil und vergebe entsprechend die Aufträge.

Ein PageRank ist mir dabei völlig egal. Ich achte eher auf Dinge wie Twitterverbreitung (Follower, Tweet des Artikels und im Idealfall Retweets), Facebook und diverse Social Media Verbreitungsformen. Und ob man das Blog überhaupt nach einem Jahr noch lesen will und kann.

Mir fällt auch auf: Wenn ich mehr investiere, erhalte ich mehr zurück! Die Preise steigen interessanterweise mehr oder weniger von selbst. Vielleicht auch weil ich hier auf MOMWORX nicht über alles blogge, weil ich den Fokus hier auf MOMWORX fast zu 100% auf Werbung und einigermaßen anspruchsvolle Rezensionen gelegt habe und damit auch recht offensiv umgehe, also ehrlich bin.

Aber trotz alledem: Ich werde immer noch nicht über jeden Kleinkram bloggen. In der Tat lehne ich mehr Anfragen ab als ich annehme. Dies selbstverständlich auch außerhalb von Trigami und eben auch über den Weg der Direktvermarktung.

Es ist zwar manchmal verlockend, schnell mal 100-300 € für eine Rezension zu bekommen. Aber längerfristig gesehen ist es eventuell nicht so gut. Andersherum muss man auch immer wieder zwischen Aufwand, Zeit und Ergebnis abwägen.

Will ich zum Beispiel in einer Zeitspanne ein Mal 250 € verdiene oder in der selben Zeitspanne 3 Mal 150 € verdienen? Es gibt dazu auch eine zugegeben recht simple Rechnung.

1 × 250 € = 250 €

3 × 150 € = 450 €

Das Ganze ist eine Lernsache und muss auf eigenen Erfahrungen beruhen. Jeder Blog ist anders.

Ich mache auch eigene Fotos, Videos und Text. Das ist dann der Gegenwert, der dann auch mal 150 € und mehr beinhaltet.

Nun kann sich jeder selbst die Frage stellen: Blogge ich alles und viel für 10-50 € oder gezielt und weniger, aber dann für 100-250 € ?

Grundsätzlich sei aber gesagt, dass man von Trigami alleine nicht leben kann. Ich mache noch viel Kram nebenher.

Angeregt durch die Diskussion drüben im SiN Forum.

*Partnerlink

9 Kommentare

  1. Das Problem bei Trigami ist, dass es ab einem bestimmten Punkt einfach nicht mehr Geld gibt. Ich habe Kontakt zu einem Blogger, der 300x so viele Feeldeser wie ich hat und locker das 50-fache an Traffic. Er bekommt trotzdem die gleichen Angebote wie ich.

  2. Ich denke auch, man ist beim bloggen für geld in einem Zwiespalt. Soll ich über ein “Gurkenprodukt” schreiben, und blogge die Wahrheit, stehen die Chancen gut, dass es mein erster und letzter Auftrag war. Schleimt man nur des Geldes wegen, und lobt das Produkt über den grünen Klee, könnte ich mir morgens beim rasieren nicht mehr ins Gesicht schauen. Sowohl Hallimash wie Trigami habe ich mir angeschaut. Was auffällt, sind die “Vorzeigeseiten” die einem den Magen umdrehen, wenn man das weichgespülte geseihere der “Tester” liest. Auch bei den Angeboten muss man aufpassen. Aufgefallen ist mir auch: Grade bei Trigami hat man gerne mal Aufträge über mehrere Hundert Euro – die aber nicht monetär ausgezahlt werden, sondern im absichtlich völlig überteuertem Produkt, das nur einen Bruchteil der UVP wert ist.

    LG

    Peter

  3. Grade bei Trigami hat man gerne mal Aufträge über mehrere Hundert Euro – die aber nicht monetär ausgezahlt werden, sondern im absichtlich völlig überteuertem Produkt, das nur einen Bruchteil der UVP wert ist.

    Das ist nicht ganz korrekt. Der Wert eine LED Lenser Taschenlampe ist berechtigt, ebenso der Wert vom Rackpack Plus Gepäckträger. Allerdings ist fraglich ob ich für einen elektronischen Mückenstift oder eine Werbe und Marketing PDF Sammlung schreiben will und würde. Da stelle ich mir auch die Frage nach Aufwand und Gegenwert.

  4. Ja, ich wollte es auch nicht verallgemeinern, dass ALLE Produkte überteuert sind. Es fällt nur bei einigen auf, dass Sie einen Preis haben, der stark nach oben ausbricht. Es könnte natürlich sein, dass man den Preis absichtlich hoch ansetzt, um dem Auftragsblogger ein lukratives Angebot zu suggerieren. -Wenn man die hinterher bei ebay für die Hälfte loswerden kann, mag das ja noch gewinnbringend sein. Wie gesagt – wenn!
    Und was Aufwand und Gegenwert angeht: Hatte jetzt auch ein Angebot, wo man für 12,95 eine Design-Folie für Handys bekommen konnte, und für 7,66 Euro eine 350 Wörter Rezension für diese Folie schreiben sollte. Und obwohl ich das Produkt ganz gut fand, mir die vielleicht sogar kaufen würde: 350 Wörter schreibe ich nicht in 5 Minuten – vor allem wenn Sie auch noch Sinn ergeben sollen :-)
    - Und da sind mir 7,66 einfach viel zu wenig..

  5. Hatte jetzt auch ein Angebot, wo man für 12,95 eine Design-Folie für Handys bekommen konnte, und für 7,66 Euro eine 350 Wörter Rezension für diese Folie schreiben sollte.

    Dir ist aber bewusst das du in diesem Fall ein Gegenangebot machen kannst.

    Bei einem Blog von mir gab es übrigens dasselbe Angebot:

    Sie können für diese Kampagne 48.82 EUR + das Produkt “—” im Wert von 12.95 EUR verdienen, falls Ihre Bewerbung vom Advertiser akzeptiert wird.
    Honorar: Ein für den Blog errechnetes Angebot von Trigami. (Algorithmus). Gegenangebot: Möglich.

    Es wird auch immer folgendes berechnet, was hat das Blog an PageRank, Traffic, Alter des Blogs etc. pp.
    Ich habe dieses Angebot allerdings abgelehnt, da ich nichts davon halte mein Handy zu bekleben.

    Das ist übrigens dann auch wieder ein Beispiel, welches eine gewisse Art von Ehrlichkeit und das Abwägen von “Angebot annehmen” oder “Angebot nicht annehmen” zeigt.
    Ich blogge wie erwähnt nur über Sachen die mir wirklich gefallen, die mir nützen. Nicht explizit wegen des Geldes. Ich hätte für die Folie sicher 60-80 € bekommen können. Aber wenn mich die Sache als solches nicht anspricht, schreibe ich nicht darüber.

  6. Hi Mac,
    Ja, ich hatte auch ein Gegenangebot gemacht. Hatte aber auch oben bei Gilly gelesen, dass die Advertiser da keinen grossen Spielraum zulassen – also, dass superbekannte Webseiten auch nicht mehr bekommen, als relativ Unbekannte. Ist sicher auch eine Sache der inneren Einstellung, und der persönlichen Finanzsituation. Wer auf jeden Cent angewisen ist, wird unter Umständen bereit sein, jeden Artikel für ein Trinkgeld zu beurteilen und seinen Gewinn über die Masse machen. Da wird dann sicher auch völlig egal sein, ob derjenige das Produkt gut findet, oder schlecht – das Produkt vielleicht sogar die “silberne Zitrone” verdient hat, der Auftragsblogger wird es sicher positiv bewerten. Und nachdem ich mal so einige Blogs im Netz gesichtet habe, die scheinbar ein recht opportunes Einkommen durch Trigami, Hallimash und Co. haben, war ich überrascht. Die Rezensionen sind so rosarot eingefärbt, dass man glatt am Monitor die Farbe nachkalibrieren möchte.. :-)

  7. Ein nicht zu unterschätzendes Kriterium ist auch die Bewerbung. Also der Inhalt des Textes und ggf. die darin enthaltene nötige Überzeugungskraft.

    und wie erwähnt: Mit Trigami wird man nicht reich. Ich denke ein 150-200 € Honorar dürfte dort so ziemlich das Maximum sein.

    Natürlich kann man auch ein Blog betreiben in dem über alles gebloggt wird und nur 100% Lobhudelei vorherrscht. Ich bin auch am überlegen ob ich nicht z.B. mit http://blog-evangelist.de einen Dukatenesel mache, indem ich dort einfach über alles für Geld blogge.

    Es ist ja legitim. Und ich denke manchmal auch. Wenn ich es nicht mache, machen es andere. ;-)

  8. Pingback: Social Media meets asocial Blogosphere » BLOG EVANGELIST

  9. Pingback: Zwangspause durch Hackerangriff auf Trigami ... SPHERIC