Happy Birthday Mauerfall!

12345 (Bewerte das doch mal!)
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Nicht nur das einer der ersten großen Flashmobs in Berlin am 09.11.1989 auf der Mauer am Brandenburger Tor in Berlin stattfand, nein es ist ein historisches Ereignis.

Ich war dabei und es war schon durchaus beeindruckend, diese Zeit. Ähnliche Gefühlswallungen hatte ich höchstens noch bei der Fußball WM 2006. Die Stimmung in der Stadt hatte etwas zauberhaftes, etwas prickelndes, etwas ganz besonderes.

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Vor  20 Jahren fiel die Mauer. Für mich persönlich im Nachhinein nicht so dramatisch, weil ich das irgendwie wusste.*

Nicht das mich das kalt lässt. Ich habe den Mauerfall mit Spannung verfolgt. Und besonders spannend war die Zeit danach. Also diese 1-2 Monate danach. Wir haben damals einen Dokumentationsfilm über den Fall der Mauer gedreht und ich bin dadurch an Orte gekommen, an die keiner so einfach hinkommt.

Alleine das Innere der Türme im Reichstagsgebäude mit den russischen Graffiti waren schon sehr beeindruckend. Damals war der Reichstag noch richtig vergammelt. Die ganzen Mauerspechte, der letzte Stechschritt Wachwechsel, der Handel mit VoPo und Russische Armee Devotionalien sowie diese merkwürdige Stimmung zwischen Trauer, Frust und Freude.

Mir als Wessi gingen dann auch diese Gedanken mehrfach durch den Kopf.

  • Frust: Weil das einzigartige West-Berlin plötzlich weg war. Aber das kommt wohl auch daher, dass ich in Zehlendorf (genauer in Wannsee) aufgewachsen bin und eine wirklich schöne Kinder- und Jugendzeit dort hatte, die erste Telefonflatrate Deutschlands genossen habe (23 Pfennig solange du lustig bist), die Amis bei uns in Zehlendorf cool fand und natürlich war da auch der Reiz am Ku’damm und in diversen Seitenstraßen rund um die Uhr das zu machen was man wollte. Achja, die Berlinzulage war auch sehr nett :-)
  • Trauer: Ein wenig, wenn man sieht wie West Berlin mittlerweile heruntergekommen bzw. vernachlässigt worden ist. Weil man die ganze Sache mit der Wiedervereinigung vielleicht ein wenig bedachter und intelligenter hätte angehen können.
  • Freude: Weil es schon OK, so ist wie es jetzt ist. Schönes Umland, und keine elend lange Wartezeiten mehr in Dreilinden, Hin- und her fahren wie es einem gefällt.
  • Und weil es einfach etwas Einzigartiges ist. Und ich es immer nicht verstehen kann, dass sich Menschen ob Ost oder West ob dieses Geschenks noch immer in teilen anfeinden.

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* Was? spinnst du! Nein, mein Vater hatte bereits 1985 eine glaubwürdige Vision vom Mauerfall in Form eines Polit-Thrillers geschrieben. “Der Tag, an dem die Mauer brach

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Dennoch beschreibt Thomas R. P. Mielke (nicht verwandt und nicht verschwägert) visionär, wovon später immer behauptet wurde, das alles hätte niemand voraussehen können: Zur 750-Jahrfeier Berlins fällt am Pfingstabend des Jahres 1987 ohne einen einzigen Schuss die Berliner Mauer. Im Freudentaumel liegen sich Ost und West in den Armen und alle sagen “Wahnsinn!” Zuerst ist alles in diesem Thriller nur ein Film-Drehbuch. Aber dann wird aus der angeblichen Filmidee eine hochexplosive politische Realität.

Mehr von Thomas R. P. Mielke findet sich auf seiner Homepage TPRM.

Aber genug der Werbung. Wie ist das eigentlich wirklich? Wie verhält es sich mit dem Mauerfall? Sind alle wirklich zufrieden, oder doch nicht? Ich zweifel da manchmal. Einige wünschen sich die DDR zurück, anderen ist das egal und wiederum andere finden alles toll.

Wohin geht die Reise? Schreibt doch mal eure Meinungen als Kommentar. Würde mich wirklich interessieren.






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